Ich möchte Dir unbedingt von Rohkostölen erzählen, denn sie bereichern das Leben geschmacklich einfach unglaublich. Im folgenden erfährst du noch ein paar weitere Informationen zur Verwendung und zur Herstellung von Rohkostölen.
Leinöl schmeckt nicht
Die meisten Menschen mögen Leinöl nicht, obwohl es sehr gesund ist. Auch ich mochte kein Leinöl, selbst wenn es nativ und kaltgepresst war. Als ich aber ein Rohkostöl in die Finger bekam, so war dies überhaupt kein Vergleich. Das Öl kratzt nicht mehr und schmeckt auch nicht bitter oder ranzig – stattdessen kann man den Leinsamen quasi schmecken. Leinöl ist aus verschiedenen Gründen sehr gesund, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte.
Sonnenblumenöl – das Universalöl
Selbst ein Sonnenblumenöl in Rohkostqualität schmeckt einfach anders. Sonnenblumenöl wird ja gerne als ein “neutrales” Öl verwendet – aber mit einem solchen Öl bekommt der Salat eine ganz neue Geschmacksrichtung. Es war nie einfacher, ein gutes Dressing zu erstellen.
Rohkostöl – nicht kaltgepresstes Öl
Was ist denn nun der Unterschied? Selbst bei einem kaltgepressten Öl wird das Öl aufgrund der Reibung in der Ölmühle auf bis zu 70°C erhitzt. Bei einem Rohkostöl wird dabei zusätzlich gekühlt und darauf geachtet, dass das Öl niemals über 42° C (oft sogar niedriger) erhitzt wird. Im besten Fall gibt es keine weiteren Verarbeitungsschritte.
Durch eine Erhitzung über 42°C entstehen so genannte gesättigte Fettsäuren, welche das Öl kratzig machen oder vielleicht auch zu ranzigem oder bitterem Geschmack führen. Öle werden deshalb häufig mit mehr oder weniger schädlichen Mitteln desodoriert oder hoch erhitzt. Man kann sich denken, dass danach nicht mehr so viel Gutes im Öl enthalten ist. Denn je höher die Erhitzung, desto mehr Mikro- und Makronährstoffe, die für uns so wichtig sind, gehen verloren.
Weshalb 42° C für Rohkostöl und nicht mehr?
Die Eiweiße fangen an sich miteinander zu verbinden, deshalb ist eine Körpertemperatur über 42° lebensbedrohlich. Weiterhin werden die Wichtigen Inhaltssofte von Obst und Gemüse wie Vitamine und vor allem auch die Enzyme, die für eine gute Verdauung extrem wichtig sind, zerstört wenn über 42°C erhitzt wird.
Rohkostöle kaufen in Deutschland
Leider ist es so gut wie unmöglich, in einem Geschäft Rohkostöle zu kaufen; man erhält auch in Bio- und Naturkostläden in der Regel nur kaltgepresste Öle, welche neben allem, was danach kommt, sicher noch von guter Qualität ist.
Wenn ich Mal Öl zum erhitzen brauche, dann greife ich auf ein kaltgepresstes Öl zurück – denn Rohkostöle sind einfach teurer. Die Ölausbeute ist einfach geringer, deshalb werden Saaten in der Industrieproduktion sogar teilweise erhitzt.
Ich beziehe mein Rohkostöl von der Ölmühle Wenzel in Deutschland: https://www.wenzels-oelmuehle.de/shop/ . Auch eine telefonische Bestellung ist möglich, falls du nicht online bestellen möchtest. Für die Schweiz kann ich Hochstrassers Ölmühle empfehlen: https://hochstrassers-oelmuehle.ch/ . Beide Unternehmen produzieren Rohkostöl in allerhöchster Qualität und Güte sowie in Bio-Qualität.
Für ein gutes Öl werden neben einer vorsichtigen Herstellung auch geschmacklich gute Saaten benötigt – beide Unternehmen stellen dies sicher. Weiterhin ist Rohkostöl längst nicht solange haltbar, beide Unternehmen verkaufen immer frisches Öl, welches maximal einige Wochen alt ist. Oft wird sogar nur auf Bestellung gepresst.
Gut zu wissen ist noch, dass ein Rohkostöl deutlich teurer ist. Dies hängt damit zusammen, dass die großen Ölhersteller eigentlich Futtermittel herstellen und das Öl quasi Abfall ist. Der entstehende Abfall (Trester) soll aber in der industriellen Fleischproduktion nicht mehr als 15% Öl enthalten, somit ist der Trester nicht als Tierfutter geeignet.
Rohes Kokosnussöl – ein Genuss
Es geht nichts über ein rohes Kokosnussöl – ein direkter Geschmacksvergleich zeigt, dass es einfach geschmacklich besser ist. Es schmeckt mehr nach Kokos.
Rohes Walnussöl, Haselnussöl oder Mandelöl
Ein leckeres (rohes) Bananen-Eis und ein bisschen von Walnussöl oder Haselnussöl oben drauf schmeckt einfach unglaublich – das muss man einfach mal probiert haben. Ein herkömmliches kaltgepresste Öl schmeckt dagegen nach fast gar nichts.
Rohes Kürbiskernöl für den Salat
Dieses Öl als Dressing und das Dressing ist fertig. Einfach mal nur Salat mit einem Kürbiskernöl oder selbstgemachter veganer Feta mit Tomaten und Kürbiskernöl – fertig ist ein leckeres Gericht.
Auf den entsprechenden Unternehmensseiten von der Ölmühle Wenzel in Deutschland https://www.wenzels-oelmuehle.de/shop/ und Hochstrassers Ölmühle in der Schweiz https://hochstrassers-oelmuehle.ch/ gibt es noch viele weitere leckere Öle zu entdecken.
Literatur
Empfehlen kann ich weiterhin noch das Buch von Urs & Rita Hochstrasser “Pflanzöle als Lebenselixier”. Es enthält weiterhin leckere Rezepte, weitere passende Informationen zum Einsatz der verschiedenen Öle sowie Informationen zur Herstellung des Rohkostöls.
Rohkostöl LebeDAS-Probierpaket von Wenzels Ölmühle
LebeDAS hat zusammen mit Wenzels Ölmühle ein versandkostenfreies LebeDAS-Probierpaket aufgelegt mit 100 ml Hanföl, 180ml Kokosöl, 100 ml Kürbiskernöl, 250 ml Sonnenblumenkernöl und 100 ml Walnussöl.